ranzon,
ranzion,
auch: rant(i)on,
ranc(i)on,
ranzaun,
die
,der / das
;-s/-Ø
, -en
;›Lösegeld; Geld oder Gut, mit dem ein Gefangener oder eine Geisel freigekauft werden soll‹.
Seit dem 16. Jh.
Syntagmen:
r. bezalen / erlegen / geben / zusammenbringen, auf
[einen Geldbetrag] setzen, (die) r. (von etw.) bezalen
; ane r. davonkommen, jn. auf r. setzen, j. mit r. loskommen, huldung tun, jn. etw. von wegen ranzons büssen lassen, etw
. (z. B. geld, etw. an gütern
) zu r. hingeben, jm. etw. zu r. zustellen (müssen)
; die geringe / schwere r
.Wortbildungen:
ranziongeld
Belegblock:
Zu fragen was Baußback gemeint / | Mit denen so hernach vom Feind / | Gefenglich wurden angenommen / | Obs Blut guͤld / oder Rancionen.
In der eroberung hatt man [...] etliche vom adel, reten, canonigen [...] gefangen, ingezogen, geschatzst und uff swaren ranzon gesatzst.
Ob du wölst lieber streitten mehr | [...] | Oder schatzung und rancion | Auff drey mal hundert tausendt schon | Gemüntzter stück goldes im geben.
Peil, a. a. O.
637, 4100
; Redlich, Jül.-Berg. Kirchenp.
2, 1, 731, 35
; Mosler, UB Abtei Altenb.
2, 505, 7
; V. Anshelm. Berner Chron.
6, 261, 9
; Jones, French Borrowings
552
; Schweiz. Id. f.;
Rosenqvist, Frz. Einfluß.
1943, 470
.