rammeln,
V.
1.
›kopulieren, sich begatten‹ (von Tieren, abwertend auch von Menschen);
zu
1
.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. 2,
2
1.
Wortbildungen:
rämler
1 ›Bulle, Stier‹ (dazu bdv.: vgl. ,
der
,
2
, ,
der
, 1); 2 ›männlicher Hase‹ (dazu ggs.: ),
˹
rämlich
,
rammelig
˺ ›brünstig, geil‹ (dazu bdv.:
1
, Adj., 3),
rammel
›Geilheit‹ (a. 1518).

Belegblock:

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
71, 11
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Zu 15 küen heldet man einen rämbler.
Ebd.
216, 6
:
Wilt du erkennen welcher hase ein weiblein oder rembler sey, so gib achtung drauf, wann du einen sitzen sihest.
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew. (
Straßb.
1650
):
wie sie [...] einen Sarrabanden daher singen vnd springen werde, so gayl vnd rammelig als die Katzen vmb Liechtmeß immer sein mögen.
Schade, Sat. u. Pasqu. (
orhein.
1520
):
so ist ein wolf so vergünstig dem anderen, wan si remlich mit der wölfin sint, thar keiner vor dem andren zuͦ der wölfin.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
het des frölins saugamma [...] ein solchs ramlen und prunsten mit dem koch und andern, dardurch ir die milch verderpt.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß ; .
2.
›jn. / etw. rammen, jm. einen schweren Stoß wohin geben‹;
zu .
Bedeutungsverwandte:
vgl. 2.

Belegblock:

Kummer, Erlauer Sp. (
m/soobd.
,
1400
/
40
):
raich mıͤr ein sper in mein hant | [...] | ich wil ıͤm rameln in sein glider | und wil in stechen nider.
3.
›sich ungestüm bewegen‹.
Bedeutungsverwandte:
, , 2, , .

Belegblock:

Luther, WA (
1529
):
sols vol Christen stehen, wie das korn fein trefflich dick, die ehren vol, [...] und so etiam kein wind wehet, tamen rammeln und taumeln sie, spielet ein ehr mit der ander.
,Weben‘: rameln, tameln i. e. per verbum wil ich so viel Christen zusamen bringen, ut mit einander frolich ut ehre libenter springen.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
132, 2764
(
Magdeb.
1608
):
[ich] halt mich gern still daheim / | Ohn wenn mein verwanten gemein / | Zu nacht sich an eim ort versamlen / | Daselbst zu tantzen / vnd zu ramlen.