quitte,
die
;
obd. auch
1
;
über
lat.
malum cydōnium
aus
griech.
mēlon kydōnion
›Quittenapfel‹
(
Kluge/S.
2011, 739
).
›Quitte‹; auch: ›Quittenstrauch‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
1
.
Wortbildungen:
˹
quittenapfel
,
quittenbirne
˺ ›Frucht des Quittenstrauchs‹,
quittenbaum
,
quittenkern
,
quittenkraut
,
quittenlatwerge
›Dicksaft aus eingekochten Quitten‹.

Belegblock:

Blümcke, Hans. Gesandtsch. (
nrddt.
,
1603
/
05
):
Vor 1 borckenkarpe zu dem Quedenkraute [...] 10 Denn.
J. W. von Cube. Hortus
43, 16
(
Mainz
1485
):
Der meister Serapio [...] spricht daz quidden fast guͦt synt genutzet dem magen [...] vñ synt alle zyt besser gebraten oder vermenget mit andern dingen wan roh.
Ebd.
100, 7
:
Die kern von quidden geleyt in wasser vñ mit dissem wasser gegurgelt in der kelen benymt [...] eyn geschwere in der kelen.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
120, 26
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Das der quittenapfel gar groß werde, so beuge einen zweig [...].
Ebd.
31
:
Der quittenbaum wäxt gerne uff truckenem und frischem erdrich.
Ebd.
187, 9
:
nim eine hand vol quitten, mische sie darunder und mache kuchlein daraus.
Ebd.
264, 15
:
Desgleichen helt mans mit den birnbaumen, mispeln, quitten und was man pflegt zu pfropfen.
Weitz, Albich v. Prag
164, 25
(Hs. ˹
nobd.
,
2. H. 16. Jh.
˺):
geproten birne ader gepraten qwitten czu aller czeit gessen, vorhalden vnd twingen den pauch.
Ebd.
171, 16
:
esßt eyn geproten pirn ader qwitt, voͤr keze vnd trinckt eyn trunck ader czwen.
quitten [...] Cydonium malum. [...]. quittenkern [...]. quitten Lattwerg.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Quittenbirn / cotonearium.
Hertel, UB Magdeb. ;
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl. ;
Eis, Gesundheitsl.
158, 16
.