queksilber,
keksilber,
das
;-s/–
;›Quecksilber; unter Normalbedingungen flüssiges Metall‹; in der Alchemie dem Planeten Merkur zugeordnet; Verwendung bei der Isolierung von Edelmetallen, bei der Ungezieferbekämpfung sowie in der Medizin und Heilkunde zur Behandlung von Haut- und Geschlechtskrankheiten;
zu .
Zur Sache:
Lex. d. Mal.
.7, 358
Vorwiegend Rechts- und Wirtschaftstexte sowie Fachtexte.
Syntagmen:
q
. eintrinken / löschen / töten
›(in seinen giftigen Eigenschaften) neutralisieren‹, [wo] hineintun, mit baumöl sieden, mit butter mischen, in einem papierlein haben, in den metallen finden, in den gläsern behalten, jm. in einem löffel eingeben
; q
. (Subj.) weich, von natur heis und feucht,
[wo] inne, das hauptstük aller äusserlichen arzneien sein
; q
. (Subj.) sterben, nicht bleiben, die fisteln zerstören, die läuse / mäuse töten, die last emportragen, gold an sich nemen, das faule fleisch verzeren, an den boden fallen, aus der minie tropfen, den grind auf dem haupt heilen, viele virtutes zum tod haben, die innerlichen glieder durchdringen / zerreissen
; gold / silber aus / von q. machen, eselsmilch wieder q. gut sein
; q. für x kreuzer
; das lebendige / schädliche / unbeständige / unstete q
.; die art / natur des queksilbers, x lot queksilbers
; x firdung für q
., das bergwerk von q
.Wortbildungen:
queksilberbergwerk
queksilberblei
Belegblock:
1 fird. vor qwecksilbir dem pferdtarzte [...] gegeben.
was fladderstu und ferest mit gedancken wie ein unstet quecksilber?
Das unbestendige quecksilber, wo mans hin haben wil, da bleibts nicht.
Setzt dazu noch sonders etwas / | Von kuͤnstlich gebrantem Spießglas / | Von Quecksilber præcipitat, | Das zum Tod viel virtutes hat.
Ich mach Rechnung, das ain jar in tewtschland auss den pergen gegraben werd vmb xxv mal hundert tawsent guldin wert gold, Silber, kupher, Zin, Eysen, quecksilberpley.
Quecksilber verzert das faul fleysch inn den faulen wunden / vnd zerstoͤrt die fisteln vnnd toͤdt die meuß vnnd alle thier die das essen.
ein iglich erz geboren wart | uß swebels und quecksilbers art.
Uff beide seiten in einen neuen eichenen trog löcher gemacht, auf das umb drei querfinger nicht so tief, als der bodem, quecksilber darein gethan, feste zugepflöckt. Ist den schweinen sehr gutt.
einicherlei berckwerch von gold silber kupfer quegksilber zinn blei eisen und dergleichen, so den berckwerchen und waschwerchen anhengig und gleichformig ist.
nymme einen goltsmyt tiegel [...] do [...] quecksilber ynne sy / vnd setze den by fúre músche dar zu daz gefihelte golt.
auch von den eußerlichen arzneien zu wissen ist, welcher aller hauptstuck das quecksilber ist, on welches weder salben, schmirben, reuchen, weschen nit beschehen mögen.
das man auch ware kunst und wissenheit hat, das aus den fünf geschlechten (aber doch aus erz gemachter metallen, die do heißent und sind die unvolkomne metallen) als quecksilber, zinn, blei, eisen, kupfer aus deren ietlichem insonderheit golt und silber zu machen müglich ist.
So verkouft man by dem klainen gewicht piper, imber, negeln, [...], zucker, kimel, maligeti, safra, seidn, ambra, chirmesin, grana, kecksilber, salpett(er).
der kwecksilber, daz etleich köksilber haizent, gar wol seudet mit paumöl und ain gürtelsnuor dar ein daucht und die tregt, oder [...] sein klaider dâ mit reibt, daz hilft auch
(gegen Würmer). die sagen gantz in irren piechern, das dz lebendig queckh sylber Coagulierlich und das lebendig gekhocht sylber schweblisch sein die ersten matteri aller mettalen.
Follan, Ortolf. Arzneib.
75, 8
; Broszinski, Minner. Chir. Parva
79v, 35
; Morrall, Mandev. Reiseb.
36, 8
; Spechtler, Mönch v. Salzb.
1, 58
; Voc. Teut.-Lat.
aa iijr
; Barke, Spr. d. Chymie.
1991, 321
.