(
1-
4);
Indefinitpron.
(
5),
Adv.
(
6);
zu
mhd.
pâr, par
(
), dies aus
lat.
pār
›von gleicher Beschaffenheit‹
(
Pfeifer, Etym. Wb. d. Dt.
1993, 960
), Bed. 6 Neuentlehnung aus
lat.
par impar ludere
›Gleich und Ungleich spielen‹
(
).
2.
›Einheit von zwei durch Aussehen oder Funktion zusammengehörigen Gegenständen, (oft) Geräten, Körperteilen, oder (vereinzelt) Personen (im Unterschied zu
1 gleichen Geschlechtes), aus zwei gleichartigen Teilen zusammengesetzter Gegenstand (z. B.: die Hose)‹.
Bedeutungsverwandte:
1
(
der/die/das
)
5.
Syntagmen:
ein p. blasebälge / hosen / kerzen / lachen / leiste / mülensteine / ochsen / rosse / strümpfe
;
schönes p.
(auf die Augen bezogen),
liebliches p.
(auf die Wangen bezogen).
Belegblock:
twe par molenstein van den achtziender biß up den dreizehnder.
Röhrich u. a., Cod. Dipl. Warm.
4, 397, 20
(
omd.
,
1431
):
IIII kuͤssen, I howptpfol, II par laken.
Skála, Egerer Urgichtenb.
93, 8
(
nwböhm.
,
1572
):
hab er Zu Zeitten 1 Par strumpf 1 Laub Proth / gestolen.
Da sach ich inn dem garten nieder | Das volck kurzweylen hin und wider. | Ein par sach ich mit scharpffen klennen | Wol gerüst ein ander ab-rennen.
Ukena, St. Jörg
991
(
oschwäb.
/
tir.
,
1486
/
n. 1520
):
Minnecliches pild du schönes bar | Von Capadocia bin ich komen har.
Par, Ein gleich / zwey ding / da eins ist wie das ander / vnd derhalben zusamen gehoͤrn. Als wie man spricht: Ein par volck / ein par Ochsen / ein par schůch / par hosen.
Es muß ein jeder ein bar narrenschuch vertretten.
Klein, Oswald
61, 7
(
oobd.
,
1431
/
2
):
Das macht dein mündlin wolgevar, | mit wenglin rot, ain lieplich par.
hab ich Eÿnn por schŭgenn khaŭfft.
Thielen, Gr. Zinsb. Dt. Ord.
4, 5
;
85, 38
;
91, 3
;
107, 39
;
Röhrich u. a., a. a. O.
4, 523, 29
;
Lemmer, Brant. Narrensch.
48, 51
;