osterzeit,
die / das
.
›Zeit von einigen Tagen um das Passahfest bzw. um das für die gleiche Zeit angesetzte christliche Osterfest herum‹; vgl. 1; 2; 3 (eine Unterscheidung nach den dortigen Ansätzen ist für nur für einzelne Belege möglich).
Älteres und mittleres Frnhd.
Bedeutungsverwandte:
1
1.
Syntagmen:
die o., keine o. mer begehen
;
die o
. (Akk. der Zeiterstreckung: ›die Osterzeit über‹)
bei jm. sein wollen
;
etw. um die o. geschehen
;
die heilige o
.;
unsere frau (Maria), die zwelfboten in der o
.

Belegblock:

Große, Schwabensp. (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Se [Joden] ne solin ouch an strazen nirgen gan noch de cristen zu
o
in noch mit reden noch se seh
e
n. daz sol weren, want de hilligen oster zit vore cuͦmt.
Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
584
(
mrhein.
,
um 1335
):
Dem sollent ir sagen, | der meister wil dise osterzit | bi dir sin ane nit.
Gerhard, Hist. alde e
3583
(
omd.
,
um 1340
):
Phaze, daz ist ir osterzit, | Di den Juden anelit.
Ebd.
6032
:
Daz sebenzende
[Wunderzeichen Christi]
sunder list | Genzlich van den funf broten ist | Und van den zweien vischen sam | Vur der osterzit binam.
Feudel, Evangelistar
134, 3
(
omd.
,
M. 14. Jh.
):
Von den czwelf boten in der ostirczit schribit sente Johannes (15): In der czit saite Jhesus synen jungeren: (1) ,Ich byn eyn wor wynstok‘.
Adrian, Saelden Hort
9218
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
ich [Jesus] mit begirde | han gessen; wan ich wirde | kain osterzit begant me | mit úch [junger], wir koment samet, e | hin in daz himelriche.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
130, 16
;
Feudel, a. a. O.
147, 10
;
Adrian, a. a. O.
9210
.