ochsenfleisch,
das
.
›Ochsenfleisch‹, im Vergleich zu Pferdefleisch als hochwertig, auch als heilkräftig geltendes Fleisch;
vgl. 1; 2; 3.
Phraseme:
ochsen- und kalbfleisch nicht bei einander gesieden mögen
(erotisch anspielend).
Syntagmen:
o. sieden
;
o
. (Subj.)
dürre
›getrocknet‹
sein, nicht zu bekommen sein
;
etw. von o. sein
;
das diegene / gute / gesalzene o
.

Belegblock:

Loesch, Kölner Zunfturk. (
rib.
,
1348
/
1407
):
we koevleisch verkouͤft vuͦr oissenvleisch, de gilt zwae m. zoi boissen.
Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
1948
(
Köln
1476
):
Edoch wart dat
[Pferdefleisch],
vp myn trouwen, | [...] | Van mannen ind och van frouwen | So gerlych gessen myn noch meer, | Dan offt ossen vleysch geweest weer.
J. W. von Cube. Hortus
81, 5
(
Mainz
1485
):
Die bruͦe von ochsenfleisch ist fast meen stercken vñ krefftigen wan ander vierfuͦßiger thier fleisch vnd darvmb dienet die bruͦe dar võ gar woͤl krancken menschen.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
der nam in seinem alter ain junge, gaile grefin, aber das ochsen- und kalbflaisch mocht bei ainandern nit gesieden.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 582, 12
(
schwäb.
,
1588
):
1 ℔ ochsenflaisch 8 pfening. 1 ℔ Alb-ründ. daß pöste 7 pfening.
Stedtfeld, Roger-Glosse
95
;
Stopp, Kochbuch S. Welserin
59, 1
;
Starzer, Qu. Wien ;