obsich,
Adv.
Alem.
Phraseme:
der Rhein mus obsich laufen
›der Rhein muß nach oben fließen‹ (wenn das weib
es will); jm. gehen die härer obsich
›jm. steigen die Haare zu Berge‹.Syntagmen:
o. faren / fischen / lugen / reiten, den fanen o. heben, j. o. gegen dem himmel reden, die dünste jm. o. gehen
›ins Haupt steigen‹, das land o. an einen brunnen stossen
.Belegblock:
das moglicher were, den Rhin obsich ze keren, dan sin abwesen lenger zu gedulden.
dennocht wil sy
[
wyb]
meister syn, | Vnd obsich louffen muͦß der ryn. vnd züge faren vnd vischen soͤllen vnd moͤgen nidsich abhin [...], ouch das die vischer von Kadelburg [...] fischen söllen vnd moͤgen obsich von Kadelburg uber Zurzach hinuf.
das hertz zyttret mir; ich hab all min läben lang nie so grosse forcht gehept, wann alle hărer gănd mir obsich.
hattends gros unruͦw mit ryten / posten / boten / obsich / nitzich / gen Zürch / Costentz / Basel / etc. [...] huͦbend an uffd kilchen gryffen / cleĩster bevogten.
maria ret obsich gegem himel.
Die dünst [des wyns] ins houpt mir obsich gond | ungschlaaffen sy kein ruͦw mir lond.
Obsich vnnd nidsich. Sursum deorsum. Obsich auffhin / Jn die hoͤhe. [...]. Obsich faren / Jn die hoͤhe erhebt sein. [...]. Die faͤnle Obsich heben.
Der wyß Heid Plato / vermeint die herrlichen vnd adelichen seelen farind obsich / als die reiner seyend.
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Vgl. ferner s. v. .2.
phrasematische Verwendungen als Ütr. an 1 anschließbar.Phraseme:
alles geht unter obsich
›drunter und drüber‹; niedsich obsich zeigen
›dieses und jenes wollen‹; sich obsich niedsich wenden / winden
›sich hin und her winden, wenden‹.Belegblock:
kehren / stellen / winden vnd wenden / fuͤr sich / hinder sich obsich / nidsich / nebensich linck vnd recht / inn die breite / in die lenge vnnd vberzwerch / den Berg hinauff.
fragtt der raat die predyer / mit langem fürhallten der wirr und waͤrren / obsich / nitzich / hin und har zeygens / hütt dis und das sagen.
vnns würdt die sach ouch gsächen an, | alls wells alls vnder obsich gan.