obig,
obenig,
Adj.
(1),
Adv.
(2),
Präp.
(3); in 3 mit epenthetischem
d
:
obendig
. – Jeweils räumlich gedacht.
1.
›oben (im Text) genannt, erwähnt‹; zu (Adv.) 2, .

Belegblock:

Oorschot, Spee/Schmidt. Caut. Crim. (
Frankf./M.
1649
):
Es kompt zu obigem allem noch ferner dieses / daß [...].
M. Cunitia. Ur. Prop. (
Öls
1650
):
Als in unserem obigen Exempel im 61 blat / weiset die uͤberschrifft die Grad anguli Orientis.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
381
(
oobd.
,
1607
/
11
):
gantz schwarz gelackhte bix [...], sonst gleicher obiger form.
M. Cunitia. a. a. O. .
2.
›weiter oben wohnend‹; vgl. (Adj.) 3.

Belegblock:

Doubek u. a., Schöffenb. Krzemienica (
schles. inseldt.
,
1470
):
wÿ das ist kommen Hannin Belszner mit den nochwern obick vnd neÿdwig vnd hot sÿ vormanet, ap her [...].
3.
›oberhalb (eines Ortspunktes)‹; vgl. (Adv.) 3.
Syntagmen
(mit Gen.):
o
. (z. B.
des knies
); (mit Dat.):
o
. (z. B.
einem dorfe, dem brunnen / markttor / viehweg
); nicht entscheidbar: z. B.
o. der brücke / wiese
.

Belegblock:

Wunderlich, Fierrabr.
19, 29
(
Simmern
1533
):
ich sehe es bei dem bluͦt / das dir obenndigs des knies abfleust.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
155, 50
(
schles.
,
1358
):
der [walt] do begreniczczit ist obendik Rosintal czum Snellinsteyne.
Ebd.
155, 72
:
der [vorsczins] do gevellit von dem walde obendik dem newin ebirhartsdorf.
Doubek u. a., Schöffenb. Krzemienica ; ;