oberteil,
das
.
1.
›oberer Teil, obere Hälfte eines konkreten Bezugsgegenstandes‹ (z. B. von Körpergliedern, -teilen); zu (Adj.) 1, 1.
Gegensätze:
.

Belegblock:

Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
Da sitzet fro Selde mit irem glúktrad und zoͤget daz wol geziert oberteil des rades.
Cirurgia H. Brunschwig (
Straßb.
[
1497
]):
So werd die wund gehefftet also dz du fügest die lefftzen oder oͤberteil der wunden zuͦ samen.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
Vnd es [amigtt] hat zwuͦ leysten gefúgt in dem oberteil
[Var. 1476-1480:
obern teyle
; nd. Bibel 1522, 2. Mose 28, 7:
der hoͤge
]
in ietweder seyten.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
wenn er [geir] altet, sô wehst im daz obertail an dem snabel über daz undertail.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
179
;
2.
›beherrschende Stellung, Oberhand‹.
Bedeutungsverwandte:
1.

Belegblock:

Wiessner, Wittenw. Ring
8378
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
So sol er sich ze straiten heben [...] | Mit dem fuossvolk auf die perg, | Daz im der oberteile werd.