oberdach,
das
.
›Dach‹; als Synekdoche: ›Dachziegel‹; in der Regel metaphorischer Gebrauch, s. dazu die Belegkommentare; vgl. (Adj.) 1, 1; 2.
Bedeutungsverwandte:
1; 2; vgl. , (
die
) 1, ; zur Synekdoche: , ,
1
4.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
So enwart nie semfter gemach | Dan ein gewisses oberdach
[›ein schützendes Zuhause, Dach über dem Kopf‹],
| Gewisse spise, gewisse cleider.
Die [ougen des broden vleisches] vorblinden also von suchen | Daz man ir mac nicht gebruchen | Uzwendic an den oberdachen
[›am Kopf‹]
| Wen mit grozen ungemachen.
So daz her [Got] aller sachen | In sinen oberdachen
[›unter seiner Obhut, in seiner Welt‹]
| An siner gunst irwelte | Die menscheit mit gemelte.
Kocher, Rechn. Schönenwerd
361, 45
(
halem.
,
1389
):
dem ziegler ze Aroͧw umb zwei tusent obertach
[hier: ›Dachziegel‹]
und gen Werde ze fuͤren VI lb.
Maaler (
Zürich
1561
):
Obertach (das) Vndertach / Holtach. Tectum.