nochdanne,
1.
›seit langem, bis heute, bis jetzt, noch heute / jetzt; immer noch; nach einem Zeitpunkt noch eine Weile‹; vgl. (Adv.) 1, 1
1.Syntagmen:
j. n
. [wo] sein / bleiben, feinde haben, der schrift nicht wissen, genug der feinde haben, der wein n
. [wo] liegen, die stat n. an eine herschaft hören, der krieg n. kein ende haben
.Belegblock:
mijn lieve he(r) qua(m) wederomb zu Cast(er) [...] ind bleiff doe nocht(ant) aldae bis des sondaigs.
Ebd.
78, 6
: omb der wijne wille, die dae bave(n) nochtant lage(n) inden kelterhusse(n).
aber nochdenne, so man in disem nihte sich also verlorn hat, so wúrkent die krefte daz, daz ir ursprung ist.
also zugend sú wider hein [...]. nochtende hat der krieg kein ende.
bÿ den ziten, do die stat und daz ampt nochten an ein herschaft von Oesterich hoͤrt.
Die lút warent nochdenn heiden in der statt Turegum.
Syntagmen:
hauptsatzeinleitend sowie im Satzinneren gebraucht.Belegblock:
swie kleinlîchen daz [ouge] in sich ziehe und abespalte daz grobeste, nochdenne rimet ez etwaz von ûzen.
dar ober so hat noch ein vicarius nochdant gnuch zu bescheidenheit.
We wale dat yr sijt myne vrundynne, | So en wille ich des neit laissen nochtan.
dye gesetze synt regulen Vnd wege͂ off lere wye man sall leuen. mer nochtant wyrt niet dair nae geleuet.
do er dis here alles gesamnot, nochten hat der kúng von Behem als vil lútes, das [...].
do sturmte man an die statt als lang, unz das man die statt uf gab [...]. Nochten was man dri tag vor der statt.
wie wol kein ersattunge noch begnuͤgen do sein mocht, noch dann namen sy die zeit daran.
und wiewol er heftig für solche gefengknus gebetten, nochdann hats in herr Wörnher nit erlassen.
wie mit großen vorchten der mensch sol alle seine werck tuͦn die noch dann nicht sein wider die gebot.