niena,
Adv.,
in 1 auch adj. Gebrauch.
1.
›nicht, keineswegs‹; adj.: ›kein‹.

Belegblock:

Banz, Christus u. d. minn. Seele
1991
(
alem.
,
1. H. 15. Jh.
):
Du hast es manig iar getriben, | Bis das dir niena kraft ist beliben.
V. Anshelm. Berner Chron.
5, 333, 21
(
halem.
,
n. 1529
):
welche klag si zuͦm hoͤchsten beschwere, so die sach niena der meinung und gstalt ergangen, wie fuͤrgeben.
Klein, Oswald
44, 40
(
oobd.
,
1426
):
darzu so wirt mir vil gedrot, | und tröst mich niena
[Var. Ac:
nit ain
]
mündli rot.
Ebd.
45, 57
(
1415
):
und käm ain alter karren dar, | er liess im niena reder.
2.
›nirgendwo, an keiner Stelle‹.

Belegblock:

Quint, Eckharts Pred. (
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
wan minne diu enwil nienâ sîn, wan dâ glîcheit ist und ein ist.
Banz, Prosadisput
33
(
alem.
,
1. H. 15. Jh.
):
owe herr, als wol do du alle creatur durch giengst, do fundt du din gelich niena. [...]. Als tet och ich, do ich [frow sel] all creaturen durch gieng, do vand ich min gelich niena.
Roder, Stadtr. Villingen (
önalem.
,
1371
):
der mag ain broͮt und ain kaͤse zuͦ siner schenki geben, ob er wil, und nit me, und ouch in daz huse, da man ime inne schenckt, und nienar anderschwa.