matten,
V.
1.
›jn. (auch: den Teufel) / js. Körper (o. ä.) überanstrengen, ermatten, ermüden, bis zur Erschöpfung auslasten; (ein Land) mit Gewalt überziehen, niederwerfen‹; vgl. (Adj.) 1.Phraseme:
etw. mit einem oden matten
.Belegblock:
Hie findet man den harnisch der den todt spisset, die ßunde erwurget, den Tewffel mattet.
die gesellen habens dohyn bracht, das sie uns eyn mall myt yrem korne matten und hungern lassen.
die [sach] der keyser myt eynem odden koͤndte matten.
Das du
[Pilger]
yn [lip] nit solles matten | Odir auch zu male undertretten. Mit stadelkunsten wolt ich dich noch maten, | Das du wurst gleich dem schaten, | Der ringer dan ein federnn ist.
Wan obgenante weiber [...] fuern über in Kriechenland, matten dasselbig auch, zogen weiter für sich gegen der Thonau werts.
Voc. Teut.-Lat.
x viijr
; Rot
328
.2.
›etw. (z. B. die schrift
) in seiner Gültigkeit, Würde antasten, schwächen, mindern, schmälern; jn. mental zermürben‹; vgl. (Adj.) 2.Belegblock:
Dißen spruch haben sie auch matt gemacht, alß weren sie nur darumb lerer, das sie die schrifft matten sollten.
[
das sie, mayestat, ... sich]
Nicht lest so gar matten und binden, | Mit blossen worten uberwinden, | Das sie thu alles, was er wöll. 3.
›jn. matt setzen, jm. den Ausweg nehmen; etw. schachmatt setzen, e. S. ein Ende bereiten‹; vgl. (Adj.) 4.Bedeutungsverwandte:
(V.).Belegblock:
die [Maria] aller erst wol tat, | Dar durch des posen geistes fat | Yn ym geschacht wart und gemat.
O schrein der siben sacrament, | Dürch dich das jüdisch testament | Zw rissen wart und gancz zw trent, | Gancz abschach und gematet.
Züm fünften wist | Das auch dar zw der frist | Aller jüden und heiden list | Dar dürch geschacht ist und gemat.
Matten, [...] den Schachspillern ein gemein wort / weñ einer den andern so gar verzeucht / das er niendert auß mag.