marmelstein,
auch
märmelstein,
mermelstein,
marmorstein,
der
;–/-e
.Bedeutungsverwandte:
.Syntagmen:
aus m. kalk machen, j. aus m. sein
›kalt sein wie Marmorgestein‹, etw. auf m
. ›Marmor als Malgrund‹ malen, etw. aus m. bauen
(z. B. einen palast
), etw. in m. stechen, etw. mit m. bauen
(z. B. einen tempel
) / machen
(z. B. einen kasten / palast
); das bild, der tisch von m. (sein)
; der gefierte / graue / kostbare / lautere / reine / rote / weisse m
.Wortbildungen:
marmelsteinhauer
Belegblock:
Marmelstein marmor.
ein palast, | Dz korczlich gemacht wz | Von clare͂ mermel-stein.
Jch hab den guten marmelstain hauer, maister Jan, [...] – mit der schwarczen kraiden conterfet.
Wann du [Suͤnder] schon werst auß Marmelstein, | Es solt dich doch erbarmen.
diser maͤgti geburt glichnen ich schon | Dem tempel den Salomon | Gebuwen haut mit marmel stain.
Du [Zwingly] schreibst in stoub das lesteren dein | So stechendt wirs in marmelstein.
die mur umb die stat waz zwai hundert dum elen hoch, alz mit gefiertem marmelstain.
Auff wassergrawen marmorstain, darauf H. V. A. ein [...] ungewitter mit plitz und schiffbruch gemalt.
2.
›einzelner Stein, Steinblock aus Marmor; Behälter, Gerät (z. B. Messer) aus Marmor‹.Syntagmen:
den m. brechen
›zerbrechen‹ / erlauchen
›verrücken‹ / treffen
; js. (der frauen) beine als marmelsteine geschaffen sein
; auf einen m. etw. malen, jn. in einen m. begraben, das bad / grab in einen m. bereiten, jn. in einen m
. ›in eine Marmorsäule‹ verkeren, das bad mit marmelsteinen einlegen, einen plaz mit marmelsteinen besetzen
; der ägyptische / enge / gleichmässige / grosse / köstliche / schöne / weisse / weite / zerstossene m.
; des herzen m
.; pflaster von marmelsteinen
.Belegblock:
ouch sint geschaffen vrouwe reine | dine beine also mermelsteine.
ein bat hieß er bereiten | in einen schonen marmelstein.
ein wîp die [...] brach den mermelstein
[
buͤchsEmser
1527 / / Eck
1537: o. ä.;
glasLuther
1545: ]
und gôz si [salbe] ûz ûf sîn houbit. Ich mochte baz derluchen | Einen großen marmelstein | Mit einem syden vadem clein | Wann ir gnade erwerben.
Die
[Ägypter]
schneyden auff die seyten sein [des Toten]
| Mit eym egyptischen merbelstein. der platz ist schoͤn besetzt mit wissen marmelstainen.
mein aller schönstes weib, | Mein stätten dienst also beschreib | In deines hertzen marmelstain.
Dise jre Baͤder [...] haben nahe beym eingang ain schoͤnen Sal / der [...] mit Marmelstainen von mancherlay farben künstlich eingelegt.
Nachdem berayt man das grab in ainem kostlichen marmelstain mit schoner zier.
Ein ander gleichmessiger marmelstain darauf H. V. A. ein höll. zauberey und hexenwerckh gemalt.