Tristu. Leidig vnmuͤtig traurig leidenhafft truͤbig betruͤbt trubselig bekuͤmmert.
Pœnitens. Leidig rewig bußfertig vmbkerig bußwirckig.
Quint, Eckharts Trakt.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
swâ sich der mensche leidic und sunder trôst vindet.
Angsthafft. Bekuͤmmert. Betruͤbt. Sorgfeltig. Trauwrig. Leidig. Vnmutig. Vnruwig. Kummerhafft. [...] Voll beschwerniß vnd truͤbsal.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
22, 9
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Eintweder du bist sere leidig oder unvernunft hauset zu dir.
Palm, Veter Buoch
(
schles.
, Hs.
E. 14.
/
A. 15. Jh.
):
Die vrouwe vur heym vnd wart leidic, vnd quam sie ein sucht an von ir trurikeit.
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
(
nobd.
,
1525
):
[wir] ain vertrag angenomen, [...], mit laidigem und schwerem gemut haben getan.
geben wir ewer erber weyshait mit laidigem, bekomerten herzen und gemut zu erkennen, das [...].
Ich bin arm vnd leydig: o gott dein behaltsam die entphieng mich.
Er, der Leydige, war mit einem schwartzen Tüchin Mantel verhüllet [...], hatte eine lange Traurbinde.
die Leidige Junge Wittwe saß in einem [...] behangenen finsteren Gemach.
Daz der mensch noh klaget und leidig ist, daz kunt alles von gebresten.
dem fursten was nit so leidig umb das slossz, allein umb die getruwen gesellen.
Päpke, Marienl. Wernher
(
halem.
,
v. 1382
):
Das Ihesusli kam wider dar | Und vant sú laidig allú gar. | Do macht es sú och wider fro.
Welti, Stadtr. Bern
(
halem.
,
n. 1437
):
das mit leidigen lúten [...] nieman denn die neͣchsten fruͥnd [...] zuͦ opffer gan sollent.
Enders, Eberlin
(˹
Basel
1521
˺):
ist ein grosse menge des schlechten volcks deß erschrocken vnd leidig worden, hat also gesagt we vnß.
Leydig / Voll leyds / Klaͤglich. Luctuosus. Trauwrig vnnd Leydig von eines anderen schadens waͤgen.
da warden sie laidig und hett sie übel gerawen.
ward der künig [...] da kranck und waren alle Frantzosen so laidig, das nit davon zuͦ schreiben.
dann die fraw was so laidig, das sie hernach vor laid starb.
die laidig Lucretia mocht irer begangnen und dartzu getzwungenen übeltat gar nicht vergessen, bewainet [sie].
Primisser, Suchenwirt
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
so wird ich laidik, | Daz mein frewd vercheret sich.
Höver, Bonaventura. Itin. B
513
f. (
moobd.
,
1450
/
60
):
das jn Cristo [geainigt ist] das ainuaͤltigist mit dem gemischten, das allerwúrckleichist mit der aller leidigisten vnd totten.
Drescher, Hartlieb. Caes.
(
moobd.
,
1456
/
67
):
Des ward er noch mer laidyger und forchtsamer, und saczt auff seinem pfarrvolck gepet und kirchfert.
solichs det dem sun vast wee auf den vater und ward des vast laidig.