kutteln,
pl. t.
›tierische Eingeweide‹; speziell: ›Magenwand von Schlachttieren als Speise‹; abwertend auch: ›menschliches Eingeweide‹.
Phraseme:
viel auf seine kutteln halten
›auf saubere Kleider halten‹.Syntagmen:
k. auslassen / ausreissen / essen / feilhaben / sieden / verkaufen / waschen, in das wasser werfen
; k.
(Subj.) ausragen / herabhängen, jm. herausfallen / schmecken
; ein pfund k.
; gesottene k
.Wortbildungen:
kuttelblez
kutteldarm
kuttelfisch
kuttelfleisch
kuttelgewerbe
kuttelhaus
kuttelherre
kuttelhof
kuttelkessel
kuttelknecht
kuttelwampe
kuttelwanst
kuttelwäscher
kuttelwurst
kuttelzunft
Belegblock:
4 m. den von Wydow erde czu furen vor den nuwen cottelhoff.
Und schmacket im wol ein heiß arsdarm, | Kotteln, sulz, kalt oder warm.
Die kuteln und das ingetume ließ er werfen in das wasser.
Zu der statt Franckfurt, auf dem Meyn, | Da man außschütt die kudelwampen.
ein pfund kutlen oder blut wirst teürer nit dan um vier stebler.
Wie sy sich zeigen, ist in angst, | Vnd lyt doch dynn der kuttel wanst.
het die Koͤchin Bletzer und Kuttelwuͤrst in einen grosen Kessel gethon und wolt sie sieden.
súllent si die lebren, lunggen [...] und waz in den kutkessel gehöret [...] in den kutt kessel geben.
beid raͤtt, haben sich erkent, das die kuttler [...], so zuͦ banck stant, sweren sollent, die gesottnen kutlen [...] niemant zuͦ kouffen geben [...] sollent.
weil sie [...] inen getroͤwt ze erstechen vnd ir kuttlen vßzelassen.
sties im daz sper inn lib, also das er zuo der erden fiel und im die kutlen haruß fiellend.
Die kuttelwescher sollen ire schwein mit blut nit speisen.
Roloff, Brant. Tsp.
318
; Luginbühl, Brennwalds Schweizer Chron.
2, 6, 7
; Jörg, Salat. Reformationschr.
252,
A. 8; Rennefahrt, Wirtsch. Bern ;
Bad. Wb.
3, 338
;