kunterfeit,
conterfetisch,
Adj.,
hohe Schreibvarianz; in 1. Beleg:
kunterveil
(etymologische Umdeutung).
›abbildlich, plastisch, naturgetreu gestaltet; in der Art einer Abbildung‹; zu (
das
) 3.
Bedeutungsverwandte:
.
Syntagmen:
k. pur malen, etw. k. machen, vor augen stellen
;
eine farbe k. sein
;
kunterfeitischer blume / löwe / vogel
.

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1541
):
Ein maler, der mit seiner hendt | [...] | Kan malen conterfetisch pur | Auff erd allerley creatur.
was auch all propheten, | Geschichtsschreiber und die poeten | Haben beschrieben und geticht, | [...] | Kan er [werckman] meysterlich und figürlich, | So conterfetisch und natürlich | Dem menschen klar vor augen stelln.
Sappler, H. Kaufringer
29, 92
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
ir glanze varb ist kuntervail | sie geleichet zwar aun allen haß | ainem gemalten salzvaß.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
1544
/
5
):
das dritt taill dises puchs ist gerichtett auff die herren Burgermaister, das die [...] darein beschribenn vnnd ire personen vnd wapen conterfectisch gemachtt.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
2065
(
oobd.
,
1607
/
11
):
Zwen granatöpfel, gar conterfettisch [...] gemacht.