krot,
krut,
krude,
der
;-s/–
(erstere Formen), die
–/-n
;›Belästigung, Nachteil, Schaden, Streit, Benachteiligung‹; auch ›Grausamkeit‹.
Phraseme:
jn. zu krot stellen
›jn. zur Verantwortung ziehen‹.Nrddt. / md. / nobd.; berichtende, rechts- und wirtschaftsbezügliche Texte.
Syntagmen
(von e. S.) k. empfangen / gewinnen / haben / leiden, k. vermeiden
; k.
(Subj.) jm. entstehen / geschehen / kommen
; jn. / sich aus dem k. erlösen, jn. vor k. behüten, zu k. kommen
; arger / grosser / innerlicher / ketzerlicher / vreiser k
.Belegblock:
[brûdir Gerhart] den [dî dît] mit vreisir crudde | machtin sus des lebbins wan.
dat sy ire narunge [...] behalden mochten, vmb sich vss deme grosen verderflichen coste krode vnd schaden zo erloesen.
Patientie heischt sij, de zo allen tzijden | Bereidt is pyne ind krut zo lijden.
danaf de stat van Coelne [...] grosen unverwinlichen schaden, cost, krut [...] geleden haint.
Ich verswich, was verdreis, krutz, ungemachs [...] untstanden ist.
umb daz unser vorg. herre sine nakomen und stieft von solicher vientschaft wegen in keine schaden, croid oder ansprache komen.
daz dem rade und stad davon kein sundirlich unstade odir krodt komen mochte.
darvon der stad Erfforte krat adir erbeit entsten moͤchte.
du werdest vertampt ewigleich | [...] | des hat mein hercz vil krotes.
were es, das yn keinerley hindernus oder einspruch darein gescheen [...] so sullen und wollen wir yn das entweren und crudlos machen von aller ansprach.