Und gehet nicht anders zu denn mit einem artzt, der zuweilen dem, den er heilen sol, an heymliche ort sehen und greiffen mus.
Luther. Hl. Schrifft.
Mt. 21, 14
(
Wittenb.
1545
):
es giengen zu jm [Jhesus] Blinden vnd Lamen im Tempel / vnd er heilete sie.
Thiele, Minner. II,
32, 326
(Hs. ˹
md.
/
rhein.
,
1. V. 15. Jh.
˺):
ich bin ein hoe meisterinne | und heile alle bedruefde synne | die vrouwe Tzwivel hait voroist.
Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
414, 740
(
mrhein.
,
um 1335
):
Meister, ich biden dich, | daz du wolles heilen mich.
wie haͤtte er doch in seinem eigenen Lande ankommen / sich heilen lasen / und dann wieder abfahren koͤnnen / daß es niemand gewahr worden?
Gille u. a., M. Beheim
123, 125
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Hast verspert gar ain edle salb, | die dir dann vast ist hailens halb | und dich hailen und rainen | Mag etlicher gebriste.
Jch hatte gelesen, daß die Medici die Krancken heylen und gesund machen solten.
daß [...] dieses Wasser die Krafft hat zu reinigen / zuverzehren / zueroͤffnen / abzuloͤsen / zu staͤrcken vnd zu heilen.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
sô hailt si [des hasen lung] müed füez, der si dâ mit salbet.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
408, 4
(
moobd.
,
1473
/
8
):
In der zeit mocht man hailen mengen siechen.
Der Hirsch / wann er sich uͤbel befind / so curirt er sich mit dem Kraͤutlein Dictam. Der Beer / wann er uͤbel auf ist / so heilet er sich mit dem Epheu.
Am sontag vor paŭlli Bekherŭngk hŭn gebenn, das im des gleczer seinn fraw hatt gehelt, czu Beistandt asp. 25.