Denn das war ein gemeiner gruͦß bey den juden inn der Hebreischen sprache, wenn sie von eynander giengen oder zuͦ sammen kamen: Fride sey euch, das ist so vil gesagt: Gehabet euch wol, [...], wie wir sagen: ,Got gruͤsse euch‘, ,Got gesegne euch‘.
Große, Schwabensp.
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
do god hir in erden mensliken wonete, do waz daz alle syn wort vnde gruͦz: „pax vobis“.
Vil liepliche er [abt] sie enpfienc. | Eufrosina mit dem gruze | Viel im alda zu vuze.
man wainde ein wile dat sy viande weren, | bis dat si also na dar quamen, | dat die Overstulze ir groisse vernamen.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
6747
(
rib.
,
1444
):
Zo der ioncfrowen gienck ich doe | [...] | Myne groisse boit ich yre zerstunt.
Sievers, Oxf. Benedictinerr.
(
hess.
,
14. Jh.
):
so ein gast da gekundigit wirt, [...], so gevogen sich zusamene mit dem kusse des friden [...]. In dem selben gruzze sal man ein groz otmutkeit irheben.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Lk.
(
osächs.
,
1343
):
dô Elizabêth hôrte den gruͦz Mariê, dô irhûb sich daz kint in vrouden in irme lîbe.
Anderson u. a., Flugschrr.
11, 2, 2
([
Leipzig
1521
]):
Wiewol du / bruder Luder mir [...] dein grus tzuuor embietest / szo ist doch tzwischen deynem gruß vnd Judas kuß wenig vnderscheyd.
Stackmann u. a., Frauenlob
5, 85, 19
(Hs. ˹
nobd.
,
3. V. 15. Jh.
˺):
swer da behelt menlich den ort, | im solt ein keiser sinen gruz helflich zu liebe spannen.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 114, 17
(
Hagenau
1534
):
Gut gruß gibt gut antwort.
Päpke, Marienl. Wernher
(
halem.
,
v. 1382
):
Wan si
[Maria]
da also haimlich | Allain an ierm werke sass | Und och ir túr beschlossen was, | Und mit gruͦsse doch ainen man | Hort.
Das erkennent sú vil wol, | Und sprachent gruͦss ze imme | Mit menschlicher stimme: | ,Ave rex [...]!‘ | [...] | ,Got gruͤss dich, kúneg!‘
seind wir nach solchem vnfreundtlichen gruͤß vnd willkom͂ [....].
Grus / gluͤckwu͂nschung / salus, salutatio [...] Mein gruͦß mit meiner Pauls hand. / Col. 4. 18. [...] Gruͤssung / gruß / begruͦessung / salutatio, [...] Auff den gruß dancken / resalutare. Ein gruͦß empfahen. [...] Ein gruͦß embieten [...] Er ist eingangen ohn ein gruͦß / wegk gangen ohn ein Gott behuͤt dich. [...] Freundtlicher gruͦß behellt die Freundtschafft [...] Wer den rechten grus zu Hof nicht weißt / der kan leicht vbel anlauffen.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
23, 70
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
der jüdisch grus was falsch und sues | als er ir chünig wär.
Klein, Oswald
111, 154
(
oobd.
,
1436
):
Spöttlichen sann | so knieten si für in mit bösem herzen | und eerten in hëmisch vergrimmt | mit falschem grüss gebrawet.
Seemüller, Chron. 95 Herrsch.
(
oobd.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
Er schraib zum ersten ,Gruzz und den pëbstleichen segen‘ und pracht auf, daz man gen Röm gieng.