Palmer, Tondolus
(
Speyer
um 1483
):
[Der selb volant] ward dan so grim vnd so bose / vnd griff vmsich mit sinen vilen henden.
Grymhafftiger od’ grymiger.
Gille u. a., M. Beheim
56a, 19
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
,das wer mir leit.‘ | aus grimem czorn | er [leb] czu dem esel jach: [...].
Und haben grimm-zornig zu rach | Nacket außzogen an den enden, | Ihn creutzweiß mit füssen und henden | Außgespannet.
O weh, wer hat uns nur verschwatzt, Daß mich der meßner also dratzt? | Er ist zornig, wüetig und grimm; | Ich muß mich wol hüten wor im.
[Rhea] ist im kloster schwanger worn, | Deß ist in grimm-wütigem zorn | Der könig und wil sie lassen tödten.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
456, 6
(
els.
,
1362
):
Do der kunig daz grimme antlit sant Cristosori ane sach, von schrecken fiel er uf sime stůle.
Noch waz das folk so grime uber in daz su in uf dem bistdůme furtribent.
Nit bis ein freunt des zornigen menschen noch engee mit dem tobigen
[Var. Augsb. 1477f.:
grymmuͤtigen
wuͤtenden
grymigen
vnsinnigen
]
mann.
Kurz, Murner. Luth. Narr
(
Straßb.
1522
):
so wir sie woͤln widerfechten | Ein grimen zan den tempelknechten, | Den gugelbůben gleißner zoͤgen.
Adrian, Saelden Hort
2076
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
sich hůp ain grimmes schallen | von den vrehtern allen.
Bachmann u. a., Volksb.
(
alem.
,
15. Jh.
):
sachend daz grim louffen des volks unnd horttend auch das geschrey.
Menge, Laufenb. Reg.
2841
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
Wir hand ouch wol entpfunden | Das aller trüber wine schatt | Dem magen vnd gebläste hatt | Den suren vnd den grymen | Vermyde / wann er machet das krymen.
Päpke, Marienl. Wernher
(
halem.
,
v. 1382
):
[Herodes] Erschrak von disem wunder | Und wart betrůbet und grim.
Lindqvist, K. v. Helmsd.
528
(
halem.
, Hs.
um 1435
):
Und sprach zů in die goͤttlich stimme | Mit suͤsszen worten und nit grimme.
Das er doch grÿmmlich dar nach | Gerochen hat mitt strenger rach.
Koller, Ref. Siegmunds
(Hs. ˹
Basel
,
um 1440
˺):
und wart der kayser Constantinus als grim über die, die wider Christum waren.
Grim vnd hoͤn gegen einem sein. Crudelitatem in aliquem adhibere.
dann sovil yedes gewissen der gerechtigkayt dem menschen die zäher auß den augen, mit betruepten seufftzen und grimmen angesicht ainander stilschweygend zůerkhennen geben haben.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
405, 6
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Hector was grimmes muetes - | dem künig thet er sein haupt inn mitten spalten.
Munz, Füetrer. Persibein
198, 3
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Der valannd vil seins plúetes | zer erden fliessen sach, | des ward er grymmes múetes.
Das schwerdt zw paiden hennden | er nam im grymmen zorn.