genendig,
Adj.,
genendiglich(en),
Adv.
›mutig, kühn, eifrig, entschlossen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .
Wortbildungen:
genendigkeit
›Kühnheit‹.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
daz her den sige neme | Mit genendigen urlougen.
Alda bewert her daz buch, | Wen her sich in den grimmen tot | Als ein genendic helt bot.
Got irvacht wol Adamen | Und allen sinen samen, | Do Crist die marter durch in leit | In helledes genendikeit.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob (
omd.
,
1338
):
Und nam sich an an Gotes stat | Alle sachen wol verflichten | Und genendiclich inrichten | Di vrage mit bescheidenheit | Van Gotes vorbesichtekeit.
Schönbach, Adt. Pred. (
osächs.
,
1. H. 14. Jh.
):
du wuͤrdest vil wol der sunden ein teil lazzen die du nu vil genendiclichen tust.
Koppitz, Trojanerkr. (Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Sy warend bald uff in beraitt | Der ie genendenklichen strait.
Primisser, Suchenwirt (
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Do tzoch der hoch genenndich | Tze lant, da er mit ern lebt.