ester,
eschter,
eschtor,
das
;
nur kontrahiert belegt, wohl als Zusammensetzung von
1
esch
und
tor
zu interpretieren (vgl. mhd.
ezzischtor
;
Mwb
2, 34
).
›Tür; bewegliches Gatter, Fallgatter in der Umzäunung einer eingefriedeten Fläche (z. B. eines Feldes, einer Weide)‹; zu
1
, (
das
) 1.
Meist halem.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
, 1.
Syntagmen:
das e. anhangen / auftun / frieden, in eren halten
;
etw
. (Subj., z. B.
ein acker / holzweg
)
bei dem e. liegen, gegen dem e. gehen, von dem e. hinaufgehen, die strasse mit dem e. einfangen
.
Wortbildungen:
esterstud
(
die
) ›Pfosten, Pfeiler eines Gatters‹.

Belegblock:

Argovia (
halem.
,
1. H. 15. Jh.
):
[ein holzweg] gat von dem ester hinuf vnz an des Hägelis moos.
Boner, Urk. Brugg
230, 12
(
halem.
,
1485
):
ein aker [...] gelegen bi dem eschter, stost an der von Birhart zällg.
Merz, Urk. Lenzb.
79, 14
(
halem.
,
1520
):
Sie sollen das ester vnd den weg [...] in irem costen in eren halten.
Ebd.
140, 10
(
1619
):
wyl Melcher Widmer [...] disen weg auch mithin vff Gränichen zuo brucht, soll er ein steinene esterstud darthun.
Siegel u. a., Salzb. Taid. (
smoobd.
,
17. Jh.
):
ehe er [der erst so säen will] anhebt zu säen, soll er das ester friden.
Kläui, Urk. Kaiserstuhl
155, 20
;
Boner, Urk. Aarau
620, 17
;
Merz, Urk. Wildegg
144, 15
;
Siegel u. a., a. a. O. ;