erschwitzen,
V.
›durch Wärme-, Hitzeeinwirkung oder Anstrengung ins Schwitzen geraten, in Schweiß ausbrechen; heiß werden‹ (von Menschen, Tieren); auch: ›warm werden, sich aufwärmen‹ (wörtlich und als sexuelle Metapher); speziell: ›durch Hitzeeinwirkung Flüssigkeit (Fett) absondern, ausschwitzen‹ (von Speisen); metonymisch sowie trans.: ›etw. durch harte Arbeit erlangen‹;
vgl. 3; 5, 8.
Obd.
Bedeutungsverwandte:
.
Gegensätze:
1, 7, .

Belegblock:

Keil, Peter v. Ulm
233
(
nobd.
,
1453
/
4
):
dornach setz in [reudigen menschen] in ein zuber mit sinder-closen, daz er dor jnn erswitz.
Gille u. a., M. Beheim
280, 10
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Wer nit bedenket, wie daz recht gemessen sei, | der muss es hart erswiczen.
Sachs (
Nürnb.
1563
):
ich in himel möcht erwarmen, | Da wil ich hintern ofen sitzen | Ein stund zwo, ob ich möcht erschwitzen.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin (
schwäb.
,
1471
):
Sy sprach: gesell, es mag nit sein, | Das ich dich lass daheim bey mir erschwitzen.
Stopp, Kochbuch S. Welserin
126, 9
(
Augsb.
1553
):
steckens [hiener] an spis, bis sý erschwitzen.
Wackernell, Adt. Passionssp. St. I,
1164
(
tir.
,
v. 1496
):
Wir wellen in [Jhesum] schon wehalten, | Das er nit sol erkalten: | Er sol heint wenig schlaffen oder sytzen, | Sunder er muess wol erschwitzen.
Gille u. a., a. a. O.
354, 171
;
Rohland, Schäden
399
;
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
393, 1
;
Gleinser, Anna v. Diesb. Arzneib.
1989, 95
.