erwarmen,
V.
›warm werden; sich (auf)wärmen‹; ›(am Körper) Wärme empfinden‹; auch: ›(durch Anstrengung, Aufregung u. dgl.) erhitzt, erregt, (zu etw.) angeregt werden‹; ütr.: ›sich an etw. gewöhnen, mit etw. vertraut werden‹;
Phraseme:
an js. armen erwarmen
›von jm. umarmt, geliebt werden‹ (als Metapher); jm. die oren erwarmt sein
›Schamgefühle empfinden‹.Belegblock:
Wan nu disser glaub recht gehet, so musz das hertz von dem testament frolich werden, und in gottis liebe erwarmen und tzurschmeltzen.
darumb [faul und trege zu seyn] geschicht solche barmhertzickeyt nicht mit ihnen, sondern das sie da durch erwarmen und auch starck werden.
Jch weiß, Gott ist nicht weit von mir [...]. Setze mir dagegen die Undankbarkeit und das gottlos Wesen der Widersacher [...], also daß ich erwarme und fur Zorn und Haß brenne.
guͤz ez vf die kaldiment vnd tuͦ smaltz dor zvͦ, laz ez erwarmen, untz ez dick werde.
Laz in an dinen armen | Er warmen eine naht.
Doch sint di wol zerparmen, | di selten in andoht erwarmen.
die [die sich sundrent] wellent lútzel essen und noch minr schlaffen und niemer an dem bette erwarmen.
Die strytter wărend vast müed und erwarmet uff beden syten.
Erwarmen / Heiß oder warm werden. [...]. Jm reden Erwarmen / oder erhitziget vnd entzündt werden. [...]. Vnsere oren sind vns wol Erwarmet dessi laster zehoͤren.
Alspald er [Zacharias] in das regiment nach seins vaters tod trat, war kaum recht erwarmt drin, het im got nichts zuegesagt.