erkrummen,
V.
›krumm, bewegungseingeschränkt bzw. -unfähig werden, erlahmen‹ (von Körperteilen, Personen); teils in verwünschenden Ausrufen; vereinzelt bildlich; zu 2, vgl. (Adj.) 1; 1; 2.
Bedeutungsverwandte:
, .
Syntagmen:
j. e
. (absolut);
jm. etw
. (z. B.
der arm, das maul, die hände / füsse
)
e., das recht durch jn. e
.;
j. an etw
. (z. B.
an seinen gliedern, an den händen
)
e., j. vor seinen freunden e
.

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1553
):
Wer uns nit gibt, dem selbn erkrumb | Sein maul, und darzu hendt und füß.
Geh hin, und daß du müst erkrummen! Wolt, du werst mir ins hauß nie kummen.
Klein, Oswald
112, 187
(
oobd.
,
1438
):
durch si [priesterschaft] das recht vil mer erkrumpt, | wann das von anders jemand kumpt.
McClean, Havich
5165
(
moobd.
, Hs.
15. Jh.
):
der pischof graif selb dar: | der ar̈m im erchrumpet gar.
Leidinger, V. Arnpeck (
moobd.
,
v. 1495
):
in der selben zeyt erzaiget got sein rach an ym, das er anhub zu erkrumpen an seinen glideren.
Klein, a. a. O.
11, 62
;
Langmantel, Schiltb. Reiseb. ;