erden,
Adj.;
vgl. .
›aus Lehm, Ton hergestellt, irden, tönern‹;
vgl. 3.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 2, 1, 3, , (Adj.).
Gegensätze:
, .
Syntagmen:
der erdene hafen / kessel / krautstein / krug / pispot / tiegel / topf, die erdene bütte, das erdene geschir, erdene kugeln
.

Belegblock:

Mieder, Lehmann. Flor.
868, 20
(
Lübeck
1639
):
Geselle dich nicht zum hoͤhern. Ein Erdner vnd Eysern Hafen zerstossen einander.
Luther, WA Bibel (Jer. 19, 1;
1530
):
So spricht der HERR, / Gehe hin vnd keuff dir einen erdenen krug vom topffer.
Buch Weinsb. (
rib.
,
1566
):
1 zinnen-eichel hantfass mit eim erden becken in eim isern ringe.
Apherdianus (
Köln
1575
):
ein toͤpfferen / aͤren krautstein / veyseler.
Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
ZWen Toͤpff bey einem Wasser weren, | Der ein von Erdt, der ander Ehren: | Die riß hinweg des Wassers flut, | Der Erden sprach: „es ist nit gut, | [...]“ | Vnd forcht sich sehr der Erden Topff, | Das jm sein gsell zerstieß den Kopff.
Turmair (
Nürnb.
1541
):
Gold, silber und silbergeschmeide oder geschir was gleich gehalten wie das erdenen.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
swebel, den macht diu kunst in kupfereinen oder in erdeinen kezzeln.
Bell, G. Hager
512, 2, 1
;
Gereke, Seifrits Alex.
126
;
Pfeiffer, a. a. O. ;
Zingerle, Inventare ;
Vgl. ferner s. v. , 1.