durchleiden,
V., unr. abl.
›etw. als negativ Empfundenes (z. B. Leid, Not, Schmerz, Prüfungen) in einem starken Maße freiwillig oder unfreiwillig erleiden, erdulden‹; auch: ›einen Leidenszustand durchschreiten (müssen)‹; vgl. 1; 14,
1
(V., unr. abl.) 1; 2.Texte der Sinnwelt ,Religion‘.
Syntagmen:
j. etw
. (z. B. alle creaturen
) d. müssen, etw
. [wie, aus welchem Grund] (z. B. frevellich, mit bekorung
›Anfechtung‹, von wiederwärtigen auffällen
) d. müssen
.Wortbildungen:
durchleidend
durchlitten
Belegblock:
[du] muͤst [...] bergen [...] ein durchlidendes leben mit der welt tru̇glichem schin.
da wir doch frefelliche durch alle bekorunge
[›Anfechtungen‹]
muͤßent und oͮch durch liden muͤßent. daz ein einig troppfe sinre gotheit der krancker durchlidender menscheit nie einen ougenblig zuͦ helffe enkam in allen sinen noͤten.
Alle, die gebissen sint von den helschen schlangen, sechent sú den verwunten, durchlitten herren recht an, sú werdent erlösst.