dirdendei,
tirtei,
wohl der
;-s/–
;tiretaine
›grobes, halb wollenes, halb leinenes Zeug‹
(Gamillscheg, Etym. Wb.
), vielleicht über 850
mnl.
tiereteine
(; Dwb, Neub.
).6, 1115
1.
›Tuch, Mischgewebe aus Wolle und Leinen‹.Gehäuft Wirtschaftstexte.
Syntagmen:
d. gelten / verkaufen
; x ellen dirdendeis
; etw
. (z. B. ein tuch
) von d., das ampt von dem d
.Wortbildungen:
tirteiampt
tirteisgezauwe
tirtei
‹.Belegblock:
1 newe kasel von dyrdendey.
as zwist, zweionge oder stoesse sich etzliger maissen erhaven hatten [...] tuschen [...] den meisteren an eine sijde ind den broederen [...] des tirteiamptz an die ander sijde.
Dat ingeyn schroder [...] in sal gaen buschen den gedemen gelden eynnich gewant nog tirtey nog hasin.
Ich chaufft ain tuͦch von dirdenday, | Das was halbs leynin.
ich gab dem Ventzela Lech 10 ellen direndails.
gmaine leinbath, thirmethey, zwilch, plahen.
Ziesemer, a. a. O.
237, 2
; Schmitt, Ordo rerum
211, 23
; Schmeller/F.
1, 537
; Matzel u. a., Spmal. dt. Wortschatz.
1989, 78
; Rosenqvist, Frz. Einfluß.
1943, 568
f.2.
›Durcheinander, Unsinn‹; ütr. zu 1.Belegblock:
Dar kamen sye gegangen gedrat | Mit andacht zuͦ solichem geschrey / | Do was es nur das dyrdumdey.
Wen wir die backen hondt gekielt, | ein guͦt gesel dem andern zielt: | Gantz uß das glaß / oder vier stein! | so reden wir dann vom dirdendein.
Wann sich gelück versturtzet, | So ist der lieb der ruck entzway, | Als gar ist nun dyrdenday | Die mynn, der man geruͦchet, | Ich waisz, wie mans vertuͦchet.