Helm, H. v. Hesler. Apok.
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Nach muz ich tummen luten | Diz manna baz beduten, | Daz Got butet zu gebene | Den die bi disem lebene | Mit sinnigen andechten | Des vleisches kric vorvechten.
Redlich, Jül.-Berg. Kirchenp.
1, 118, 38
(
rib.
,
1496
):
In welchen dissen vurgenanten kirchen ind kirspelen durch uns alsuchen ban zo bieden gesein ind geburt sall gehalden werden.
Kurz, Waldis. Esopus
(
Frankf.
1557
):
Zu werden aller Visch ein Herr, | Und zohe hin in das wilde Meer, | Daselbst wie in dem strom zu bieten.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
43, 6
(
thür.
,
1474
):
Daz obirleye unde waz sy sust gelaßin hat, buth her yn zcu antwertin.
buth mich des met richter unde met schephin zcu obirzcügen, dy daz von mir sollen gehort habin.
Anderson u. a., Flugschrr.
19, 18, 20
([
Eilenb.
]
1524
):
wie die Gergesener bothen dem herrn / er solt von yrem lande abweichen.
Gille u. a., M. Beheim
111, 124
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Da pat der romisch kaiser sus | der da genant waz Augustus | […] das man all welt verschreibend wer.
Anno dni 1449 jar do pot man pfert zu halten ein gantz jar.
darnach ließ man den pfenter von rats wegen pieten, das iederman vor seiner tür raumen must.
Mayer, Folz. Meisterl.
(
nobd.
,
v. 1496
):
die cristlich ler pewt hie | Yde persan zu nennen.
Tittmann, Schausp. 16. Jh. Kulm.
140, 73
(
Nürnb.
16. Jh.
):
Es schickt mich mein herr richter her, | leßt euch bieten bei ghorsam und pflicht, | das ir alsbald kumt für gericht.
Kehrein, Kath. Gesangb.
(
Nürnb.
1631
):
Der König glaubt, vnd botte darneben, | Daß keiner im Land solt bleiben leben, | Der schmähete Gott vnd Christophorum.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
301, 14
(
els.
,
1362
):
Also beschach daz die maget wart uf gestellet fur folk zů gerichte vnd buttent ir daz sú den gotten opferte.
da bot im der bapst bey seim ampt verlierung, das ers als wider geb.
da komen die burgermaister und buten in frid.
da pot sie ir, daß sie můst hinnach offenlich essen, damit daß Got und die welt nit also betrogen würden.
das was sein bevelch, darzů er weder fueg noch recht etwas zů pieten oder zů schaffen hett.
man hielt ob den 600 knechten damit sich nit ein auflauf zů Augspurg im volck erhůb, dann sie forchten sich ubl mit irem pieten und straffen.
Auf donnrsstag an der h. drei könig abent […] hat ain ersamer rat durch die undern haubtleuth der gemaind bieten lassen auf 8 uhr auf dem Berlach zuͤ erscheinen, der kay. mt. zuͤ schwören.
Pfaff, Tristrant
(
Augsb.
1498
):
Er was so verdient an dem hoff, das ym vergünnt ward zůbieten und schaffen wie und was er wolt.
Anderson u. a., Flugschrr.
20, 4, 6
([
Augsb.
]
1525
):
soll die nechst person in was stands die sey / macht haben fryd zu byetten.
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
(
schwäb.
,
v. 1542
):
all ire briesterschaft in- und ausserhalben der statt, wa sy zu buten haben, […] fur sy gefordert.
Da ließ ain rat sy am ersten buten, das sy dahaim beluben und nit herauß giengen.
Des weret nit uber 10 tag, darnach botten sy das wuder hecher und strenger.
Roder, Hugs Vill. Chron.
(
önalem.
,
1525
):
nam ina all ir frighait, bott inna, ir groß glocken hinwegzůthůnd und all ir were zerbrechen.
Wa das wasser usser dem rechten runs brechi oder brechen wurdi und wol wider ingeleit moͤcht werden, man es jederman gegen sinen guͤtren bietten sol, wider inzelegen.
welle aber also nit sin schwelli welthi jerlich bessren und behan, sol man ime das bietten und dwingen.
Müller, Alte Landsch. St. Gallen
(
halem.
, Hs.
1498
):
Es sol niemand den andern mit dem trinken nöten, als dann ietz nüwlich uferstanden, das ainer dem andern zů trinken püt.
Schib, H. Stockar
121, 1
(
halem.
,
1520
/
9
):
Uff die zitt buttend min heren ettlichen burger us der statt.
Ich bŭtten ŭch by verlierung miner hulde, das ir keinem rytter kein untzucht bewyssend.
Ich bŭt ŭch, daz ir min läger von stund an umm Muntabant schlachend.
Jörg, Salat. Reformationschr.
620, 3
(
halem.
,
1534
/
5
):
Darnach uff aller hellgen tag schicktend die Zürcher jr bottschaft gen Zurzach / hiessends die kilchencleinett verkouffen / und buttend den priestern bis nechster wienacht zů wyben.
Kottinger, Ruffs Etter Heini
(
ohalem.
,
1538
):
heiss bieten in der kilch hör umb, | das iederman am sontag kumm | an d’gmeind.
Welti, Stadtr. Bern
(
halem.
,
1539
):
vnd denne demselben durch den richter potten würt.
Tittmann, Schausp. 16. Jh. Funk.
188, 472
(
Bern
1551
):
bi eids pflicht ich üch allen büt, | das fürhin keiner rede nit, | biß daß fürüber ist das gricht.
Dirr, Münchner Stadtr.
(
moobd.
,
1340
):
Swez er schuldich wirt und dez ân laugen ist, so sol im daz gericht pieten, daz er in in vierzehen tagen dez geltz wer.
Und stet der ân lawgen, so sol man im pieten, daz er in richt mit pfant oder mit pfenning.
Buijssen, Dur. Rat.
30, 27
(
moobd.
,
1384
):
Daz wazzer, gesprengt mit dem salcz, gesegen wıͤr dem volche, daz man sew all domit sprengt […] und daz piett wıͤr zw tuͤn allen priestern.
Hör, Urk. St. Veit
225, 6
(
moobd.
,
1442
):
wer vber vnser gut zw pieten vnd ze richten hat.
Munz, Füetrer. Persibein
151, 6
(
moobd.
,
1478
/
84
):
durch wird woltens der eeren tafel seczen, | Artus pott das weit in die lannt, | ob er dem kúen möcht traurens mit geleczen.
Weber, Füetrer. Poyt.
117, 7
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Nw pleibt et hie, das ist mein rat, | auch pewt euchs, her, mein fraw, dy mynikleiche.
Seyd mirs hat poten | dy myniklich vnd rain, | so tet ich gleich aim sotten, | ob ich het wider streben darumb kain.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
186, 7
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Von Enea do urlaub ward genomen; | Paris im sagte taugen, | wan er im put, solt er im wider komen.
Er [Menelaus] pott Fraw Helene, | das si in [Paris] hielt als seinem adel zäme.
Winter, Nöst. Weist.
(
moobd.
,
15. Jh.
):
das kain kunig ze Ungern noch iemants […] nichts gewalt haben uber uns ze pieten.
Dabei wirt gemelt das ain panrichter hat in dem aigen nichtz zu schaffen noch zu pieten.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Der [Agigolandus] pot dem kaiser, das er käm.
Als man die wil stürmen und prechen, do pot der kaiser, das im kain man nicht tät bei seinen hulden und swärer straf.
Wie die alten römischen kaiserlichen, auch geistlichen recht pieten, so hat man alweg in allen gemein händlen, brieven […] die jarzall und nämb der burgermeister zu Rom müessen schreiben.
von begrebnus der toten pot er, das man mit denselbigen gar kain prenk noch begänknus haben solt.
Die geistlichen päbstlichen recht pieten den stiften und geistlichen, das si g’lert leut halten, ein frei pfrüend in geben süllen.
Im beschlus des briefs beut er obg’nanten bischofen, das si bischof Gerhard von Passau für iren erzbischof halten.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
(
m/soobd.
,
15. Jh.
):
nu frag ich dich ambtmann auf deinen aid, ob du meins herrn nachstift gepoten hast auf den heutigen tag allen den meins herren.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
(
smoobd.
,
1671
):
so soll die obrigkeit fridt zwischen ihnen pieten bei ainer peen.
Primisser, Suchenwirt
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Vreunt, du pist mein geporn plůt, | Peut meinem leib und meinem gůt, | Daz leg ich mit dir auf di wag.
Klein, Oswald
44, 41
(
oobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
darzu so wirt mir vil gedrot, | und tröst mich niena mündli rot. | den ich ee bot, | die lassen mich ellende.