Helm, H. v. Hesler. Nicod.
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Swaz uf die erde ie getrat | und in die werlt ie gekam, | daz ist uns her gehorsam | und buget vor unsem gewalt.
Kehrein, Kath. Gesangb.
(
Köln
1619
):
Diß soll ewer warzeichen sein, | In Windlein ist er gewunden ein, | Ein Krippen ist sein Wiegen, | Dabey ein Esel vnd ein Rindt, | Sich vor dem Schöpffer biegen.
Kurz, Waldis. Esopus
(
Frankf.
1557
):
Der reiche Mann sie doch entpfieng | Mit grosser ehr vnd Reuerentz | Mit neigen, biegen vnd Credentz.
vñ sal sich dã williglichẽ in einer gelassẽ leidũge sich demutiglichẽ vnd […] biegẽ.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
116, 35
(
Nürnb.
1548
):
Was wil vns gebüren / das wir mit vnseren kindern thun / die von natur boͤß / vnd zur suͤnden geneygt / vnd wie ein storrichtes knorrichtes holtz sich weder biegen / noch ebnen lassen woͤllen.
Kong und fürsten sich vor im schmugen, | Sich unter sein gehorsam bugen.
Vetter, Pred. Taulers
(
els.
,
1359
):
Si och das dir dise steine an din kopf varen, búg dich und huͤt dich das du in nút wider steinest.
Fischer, Eunuchus d. Terenz
(
Ulm
1486
):
Bugglot. Vast gebogen vor alter das er sich nit mocht auff richten.
Wolf, Norm im sp. Ma.
25, 4
(
schwäb.
,
15.
/
16. Jh.
):
Ir lieben süne in dem herren, uir haben uns gebogen und genaiget ewren milten gebetten.
Päpke, Marienl. Wernher
(
halem.
,
v. 1382
):
Dú baide [esel und das rind] erkantent wol das kint | Und bugend sich uf irú knie, | Als si Got anbettend hie.
War ie fůr das gesinde, | Do nigent dem kinde | Bǒme, tolden, este: | Ir kainer was so veste | Er bog sich als er bettete an | Das kindelin so lobesan.
Gegen im hůb er sich enbor | Allumbe, zeruggen und vor, | Das er im wassers gab genůg | Und im úber sin hǒbet schlůg, | Das Ihesus betorfte sich biegen nút | Durch wassers dúnni als ander lút.
Mugend ir es an minem heren han, | Der mich ain jar hatt erzogen, | in des dienst ich mich gebogen | Han gar willenklichen.
Koller, Ref. Siegmunds
(Hs.
Basel
,
um 1440
):
Harumb, getruwen cristen, kumt die zit, das man anslaht an die unrechten, die sich nit biegen wellent bi der hohen vermanung.
Fuchs, Murner. Geuchmat
3664
(
Basel
1519
):
Hetstu zů gaben vnd zů geben, | Als vormals fürtestu ein leben, | wer weißt, sy moͤcht sich lassen biegen | Vnd dich vmb etwas mer betriegen.
und schluog Richarden uff sin hälm, das er sich darab bog.
Sich Biegen vnd krumb werden.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
479, 5
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Dy ors von sporenstichen sich do pugenn | gleich zwain gerevalcken.
Dich wird vil chummer anstossen | zum jüngsten muess ir gwalt sich gen dir piegen.
Roth, E. v. Wildenberg
(
moobd.
,
v. 1493
):
in dem namen des herrn, gegen dem sich alle knie piegen.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
50, 30
(
tir.
,
1464
):
Mein herr, dein sint alle reich vnd alle mechtikhait, vnd alle chnie die piegen sich vor dir.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
wirt er dann gejagt von dem luft, sô entzünt er sich, und wâ er krenker ist, dâ peugt er sich sam ain slang.
diu slang ist unpiegleich, wan si ist sô stärr, daz si sich niht gepiegen mag.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
33, 88
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
nu ler die siben kirchen hie, | wamit man got dien und auch wie, | dem sich mus pigen ieglich knie.