Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
wan kein dinc enist niht mê lustlich noch begirlich, dan als vil got in im ist.
Ders., Eckharts Trakt.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
diz sælige niezen des lîchamen unsers herren […] liget ouch an einem geistlîchen niezenne mit begîrlichem gemüete und in einunge in andâht.
Gille u. a., M. Beheim
125, 43
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Unser lieber herr Jhesu Krist, | der hie in all seins lebens frist | mit pegirlicher kürste | Nach der pekerung aller der | sünder und sünderin vil ser | inbrünstlich hat getürste.
Begyrlich. ãdechtig. gotlich. gelubdhafft. od’ helig.
Vetter, Pred. Taulers
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
wissent das ich allen begirlichen menschen die gerne zů irme besten kement, enkeinen […] nútzern weg enweis.
Eichler, Ruusbr. obd. Brul.
1, 362
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
die ander zvͦkunft Cristi […] súlle wir merken mit begirlichen hertzen.
Die erste zůkunft Cristi […] zv́het den menschen mit allen creften vswert zvͦ himele vnd heischet, ein einikeit mit gotte zvͦ habende. Dis triben vnd dis ziehen beuindet men in dem herzen vnd in der einikeit al der liplichen crefte vnd sv́nderliche in der begirlichen craft.
Got loben, das ist daz begirlicheste vnd froͤlicheste werg der minnenden hertzen.
Strauch, Schürebrand
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
das ir alles liden lüstlich und begirlich wurt zů lidende.
Schmidt, Rud. v. Biberach
108, 28
(
whalem.
,
1345
/
60
):
Der ist ein gewer minner, der gat alein […] in den, der vf dem obrosten gewerlich minsam vnd begirlich ist.
Ruh, Bonaventura
330, 16
(
oschwäb.
,
2. V. 15. Jh.
):
wiß, das der, den er lieb hatt, ist nit sichtig, […], nit griffenlich, nit schmeklich, mer er ist gantz begierlich.
Hohmann, H. v. Langenstein. Untersch.
101, 38
(
moobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
Als ie pegierlicher wir got lieb haben, als ie gewissleicher vnd chlärleicher wir in sehen.
Symeon, der do begyrleich was wartund dew derlosung des iudischen volches.