überschwer,
Adj.
›kräftig, stark‹ (von einem Eber); ›physisch zu schwer, um von einem Raben getragen werden zu können‹ (mit Bezug auf einen Knaben gesagt); auf soziale sowie personenbezogene Verhältnisse ütr.: ›jn. steuerlich übermäßig belastend‹; ›überschwer‹ (von der Jesus Christus auferlegten Erlösungslast gesagt); zu (Präp.) 10.
Wortbildungen:
überschwerig
.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
Wen her [Crist] mit starker arbeit | Und als ein notvester man, | Der nicht entwichen enkan | Der obersweren last | [...] | Die cristenheit her irhertet hat.
Ders., Maccabäer (
omd.
/
nrddt.
, Hs.
A. 15. Jh.
):
mit swernissen ubersweren | waren sie da den burgeren | uber.
Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
wie mag das muͤglich sein, | Das jn [einen kleinen Knaben] ein Rab ertruͤg allein? | Er ist bey nahet vierdthalb jaͤrig: | Es wer eim Wolffe vberschwerig.
Sachs (
Nürnb.
1563
):
In paid hent nam den bachen
[s.
bache
3]
er, | Doch war der bach so uberschwer, | Wie fast kreftig er daran zug, | Iedoch der bach in uberwug.