überschwenden,
V.
im Part. Präs.: ›alles Natürliche vernichtend, dem Schwinden anheimgebend‹; im Einzelnen je nach Zusammenhang positiv oder negativ wertend; vgl. (Präp.) 10.
Wortbildungen:
überschwendlich
›korrumpierend‹,
überschwindig
(auch ) ›vernichtend, verderbend, ruinierend‹ (hier möglicherweise Zugehörigkeit zu einem im eigenen Material nicht belegten
überschwinden
anzunehmen).

Belegblock:

Buch Weinsb. (
rib.
,
um 1560
):
Die uberswindige ehrgitzicheit bei den boesen canonichen ist dess ein ursach gewesen.
Ebd. (
1572
):
er het bekant, das es nirgens anders umb geschein were, dan das im ein überswentlich gelt geschenkt were.
Chron. Köln (
Köln
1499
):
Jn dem selven jair lachten sich die van Nuisse, [...] intghein den overswintlichen schetzunge ind verbunden sich ind enwoulden dem buschof niet me geven dan sin alt recht.
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
1359
):
dem solte das wort Gotz wunnenklich in gesprochen werden und von dem erlúchtet werden verre úber das man mit den sinnen begriffen mag. Dise richheit die hie geborn wirt, die ist so úberswendende!