überschleichen,
V., unr. abl.
›jn. schleichend, unbeobachtet umgehen, angreifen, überfallen‹; ›über jn. hereinbrechen, jn. überkommen‹ (vom Tag und von der Nacht gesagt); vgl. (Präp.) 2; 11, (V.) 1.
Belegblock:
bitt dich [herr] ynneclichen: | [...], verhalt den tag, | Ich sorg, das ich gentzlich verzag, | Will er vns überschleichen.
an sambstag [...] uberschluchen die Turckhen das lannd Kernndten.
die Turckhen uberschlichen sy inn der hoch und unter in und prachten die pundtlewt inn dye mit.
Hiet sy die nachtt nicht jähes überschlichen, | Chriechen wären erschlagen gar.
Wackernell, Adt. Passionssp. St. II,
1530
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