überschleichen,
V., unr. abl.
›jn. schleichend, unbeobachtet umgehen, angreifen, überfallen‹; ›über jn. hereinbrechen, jn. überkommen‹ (vom Tag und von der Nacht gesagt); vgl. (Präp.) 2; 11, (V.) 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1, 5, 1, (V.) 5.

Belegblock:

Haltaus, Liederb. Hätzlerin (
schwäb.
,
1471
):
bitt dich [herr] ynneclichen: | [...], verhalt den tag, | Ich sorg, das ich gentzlich verzag, | Will er vns überschleichen.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. (
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
an sambstag [...] uberschluchen die Turckhen das lannd Kernndten.
die Turckhen uberschlichen sy inn der hoch und unter in und prachten die pundtlewt inn dye mit.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
475, 5
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Hiet sy die nachtt nicht jähes überschlichen, | Chriechen wären erschlagen gar.
Wackernell, Adt. Passionssp. St. II,
1530
;