überschal,
der
.
›überlautes, freudiges Treiben‹; zu (Präp.) 10, (
der
) 1.
Wortbildungen:
überschallen
›sich übertriebener Freude hingeben‹ sowie ›etw. positiv überbieten‹.

Belegblock:

Karsten, Md. Paraphr. Hiob (
omd.
,
1338
):
Job weste wol daz und kunde | [...] | Sich volenden an leit bejac | Und zu vorderst zweir mal, | Claffens und auch uber schal.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
den úberschal mohte sin toͤdemlichú nature nit lenger liden.
wir súlen tuͦn, als ob ein edle kúng sin kuchidirnen sasti úber sin frowen. [...] Wir súlen reht den lutren unschudigen menschen fúr gebieten, daz wir sú úberschallen.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin (
schwäb.
,
1471
):
Gat | All geleich | Frädenreich | Durch die gasse | Vaste | Raste, | Vnd lasset | Eüch nit überschallen!