übersat,
Adj.
›mehr als satt, übersättigt‹ (im ütr. Sinne); generell: ›mehr als genug‹; zu (Präp.) 10.
Wortbildungen
(jeweils ebenfalls ütr.):
übersätte
›Übersättigung‹,
übersätten
›(den Magen) übersättigen‹.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
sie [sele] sal daz vleisch gesaten | Und nicht der obersete staten | An keinen dingen.
ich sal im der gnaden staten | Daz her der ansicht sich sal saten | Der grozen glorien mines vater | Und daz her werde deste sater, | So sal ich mich des vlizen | Daz wir sament enbizen | Sulch ezzen in sulcher stat | Des niemant wird ubersat.
Luther, WA (
1528
/
9
):
[wenn] sie [die Lere] uns schmecket wie ein Neige vom Fasse, da wil das hertz was Newes haben, des vorigen ists muͤde und ubersat.
Adrian, Saelden Hort
10533
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
din [tyrann(e)] mag ist úbersetet, | gar lind ist dir gebetet | mit sydenen lin lachen.