überrinnen,
V., unr. abl.
›jn., js. Körper überströmen‹ (vom Blut, Schweiß Jesu Christi gesagt); mit Verschiebung der Bezugsgröße (von der Flüssigkeit auf eine Person als Subjektgröße) und gleichzeitiger Ütr.: ›überströmen, überlaufen‹ (von
gerung
1; 2 gesagt, von der die Menschen gleichsam überlaufen); vgl. (Präp.) 3, 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 3, 1, .

Belegblock:

Kehrein, Kath. Gesangb. (
Nürnb.
1631
):
Sein Leib war jhm durchhawet, | Mit Blut uͤberrunnen ist.
Bauer, Geiler. Pred.
82, 3
(
Augsb.
1508
):
wie er [Jesus Cristus] da knüwett an seinem gebeet (/) überrunnen mit seinem bluͦtvarben schwaiß.
Schülke, Geistl. Gemahelsch.
1971
(
moobd.
, Hs.
15. Jh.
):
daz all menschen voligten nach | poser gerung, in der sy brunnen: | darumb sy wägez über runnen.