überrecht,
Adj.
1.
›vollkommen recht‹; vgl. (Präp.) 10, (Adj.) 2; 10.

Belegblock:

Lappenberg, Fleming. Ged. (
1634
):
Ich muß die Leute preisen, | die so wie diese sind. Besteht es auf Erweisen, | so habʼ ich überrecht.
2.
›geschlechtsreif, damit unter die Weideverbote für Großvieh fallend‹; vgl. (Präp.) 10 (?), (Adj.) 2; 4.
Wortbildungen:
überrechter
›Hengst / Stier, für den der Weidezugang nicht mehr gilt‹ (dazu bdv.: , 1, ,
das
, 1, ,
der
, 1).

Belegblock:

Siegel u. a., Salzb. Taid. (
smoobd.
, Hs.
17. Jh.
):
er soll aber an denselben fürperg nit keren roß, so man nent bschell, überechter stier, geschniten und geplauen ochsen und sonderlich waß schwaigguet ist.
Ebd. (
1565
):
die alben soll kainer uberrecht wëder hödige roß noch stier keren noch dahin schlachen sunder auf alben und end, da söllich uberrechter hingehörren; [...]. Die zuelässigen stier sollen auf den alben frei sein, doch nit überrechter mit rechtem alter.