überoben,
V.
›etw. (eine Wertgröße, z. B. einen
gesang
, js. lob, wirde
) übertreffen‹; ›jn., auch: eine Insel physisch überwältigen, militärisch schlagen, erobern‹; ›(einen Krieg) gewinnen‹; zu (Präp.) 10, (V.).Obd.
Bedeutungsverwandte:
.Wortbildungen:
überobern
überobrigen
Belegblock:
daz wir hoffen, daz wir
[Nürnberger Rat]
den krieg hie in dem land gen den herren also uber obern wollen, daz sein alle stet furbaz ere und nutz haben. Ein cleine woltat sol ich loben | des biderben mannes gar für vol. | Des lob kan nieman überoben, | sit ez im zimt so rechte wol.
O hercz, nü hor disen klanck, | so das die heylikayte | uberobt der müsica gesanck.
din lob kan über oben | Aller megtte wirde, | Du
[Helena]
gewuntt nie begirde | Ze valschafter mine. In dem achtzigsten jar wolten die Turckhen die kristenlich insel Rodis, [...], uberobrygen und mit grosser macht gewunnen haben.
Karel liess alls zu tod slahen, was nicht des taufs gerte. Als er sy überoberte, belaib er ain gantz jar im land.
wëre aber das er [wiert] in
[den Eindringling]
sonst überobern möchte, so sol er in recht haben als ainen schedlichen man.