übermerken,
V.
1.
›etw. genau kennzeichnen, markieren‹; vgl. (Präp.) 1, II, 1; 2.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1.
Wortbildungen:
übermerkig
,
übermerklich
1 Gradadv.; 2 ›überdeutlich, höchst bemerkenswert‹ (dazu bdv.: 2) (beide Wortbildungen hierher oder zu
über
, Präp., 10,
merkig
;
merklich
2; 4; 5).

Belegblock:

Opel, Spittendorf (
osächs.
,
um 1480
):
szo vil sal man [...] ins tasz tragen und [...] darnach vleiszig ubermergken und verslahen, das nach begriffe yres eydes den hern des guts, den gewergken und auch den knechten im tale glich geschee.
Fischer, Folz. Reimp.
29, 61
(
Nürnb.
um 1488
):
Ich sweig der grossen zauberey | Und übermercklich swer ungelauben, | Darmit sie größlich sich berauben | Allz gutz.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
so man von eime dinge reden sol, wie úbertreffenlich ald úbermercklich es ist, so muͦz man im etwaz namen schepfen.
Hohmann, H. v. Langenstein. Untersch.
75, 69
(
moobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
Die ander sint gar uͤbermerkik chlainer ding von in selb.
2.
›etw. deutlich aufzeichnen‹; vgl. (Präp.) 10, II, 3.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 2, 2, 1, 1.

Belegblock:

Opel, Spittendorf (
osächs.
,
um 1480
):
szo vil sal man [...] nach aberechnung und abslahung, was eyn iglich werg an mietung kothes [...] mag gekost haben, daranch vleiszig ubermergken.