übermeister,
›einem 1; 2; 3 (oft zusammen mit anderen) vorgeordneter, damit in der Hierarchie einer gesellschaftlichen Gruppe hoch eingestufter Funktionsträger, Obermeister‹; vgl. (Präp.) 3; 8.
Syntagmen:
der rat ü. setzen, j. viele ü. haben
; die ü. jn. regieren, bussen nemen / teilen, der ü. das handwerk eine zeit verbieten
; got der ü. (der wunder) sein
; die ü. des handwerks
; die laube der übermeister, von den übermeistern
.Belegblock:
Jst doch nichts drynnen gesucht, denn das eyn iglicher seinen nutz habe und seines willens lebe, das unterst zu oberst unnd alles umbkeret, das der radt die gemeine furchte unnd knecht sey, widerum die gemeyne Herr und ubermeister sey unnd niemand furchte, wilchs widder GOtt unnd Vornunfft ist.
der Rait hait yn alwege oeuermeystere gesat, die sy regierden.
Alle ding er [Got] gar durch list | Und ir uber meister ist.
auch wan das hantwerg von den obirmaystern uff eyne namhafftige zeit vorboth wirth, wilchir als dann nicht quweme und usz blebe, der sal dem hantwerge sechs pfenninge zu busse vor fallin sie.