überlände,
das
.
›abgabe- und dienstpflichtiges Grundstück mit eigenem Rechtsstatus; „Grundstück, das vom unteilbaren Bauern-Hausgut getrennt, besonders verkauft werden kann und nicht zum Rückenbesitz gehört“‹ (so das Glossar zu
Siegel
u. a., s. u.; s. auch ; ).
Oobd.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Wortbildungen:
überländdienst
,
2
überländisch
,
überländweise
.

Belegblock:

Mell u. a., Steir. Taid. (
m/soobd.
,
1672
):
das jedwëderer in diser herrschaft Sölk süzenter oder überlendweiß ankaufter untertan, [...] in das angestölte geiaid, [...] ohne einziger widerrëd erscheinen solle.
Fuchs, Urb. Göttweig
41, 19
(
moobd.
,
um 1315
):
quod iudex Herzogenburgensis habet unum agrum, sed iugerum uberlent, quod annuatim servit 2 metr, de illo blado.
Ebd.
190, 38
(
1322
):
omnia beneficia simul cum agris uberlent mod. frumenti debite mensure et de avena marchie 9 metr.
UB ob der Enns (
moobd.
,
1376
):
auf der Padstuben daselbens Sechs Schilling gelts vnd ouf vͤberlent daselbens dreŵ phunt Sechs Schilling.
Ebd. (
1380
):
drey wienner phenning ze puͤrchrecht in dem rechten, als man ander vͤberlentisch Purchrecht in dem Lande ze Oͤsterreich dient.
zwelif schilling geltes [...] auf behaustem guͤt, vnd auf vͤberlent, daz alles in den vorgenanten Hof gehoret.
Fuchs, Kart. Aggsbach (
moobd.
,
1395
):
von aim akcher uberlend dient man drey pfenning.
Uhlirz, Qu. Wien (
moobd.
,
1445
):
gelegen zu Prunn bei Gerestorf auf behaustem gut und überlennt.
Omelein, herrn Hannsen Mülvelder witib
, verkauft [...]
frei aigen stukch, gult, güter und überlend: [...] ain hoff zu Wering [...]. darnach den gruntdienst und überlend auf behausten gütern.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
1527
):
Soll ein iedweter zur grundbuchszeit sein hauß- und überläntdienst bei wandlstraff fleißig richten.
Ebd. (
1563
):
ob ainer den dienst nit zu rechter weil und zeit precht, als iberlent – acker – wissmat – oder ander dienst, solcher ist zu wandl 12 ₰.
Uhlirz, a. a. O. ;
Winter, a. a. O. .