überlände,
das
.›abgabe- und dienstpflichtiges Grundstück mit eigenem Rechtsstatus; „Grundstück, das vom unteilbaren Bauern-Hausgut getrennt, besonders verkauft werden kann und nicht zum Rückenbesitz gehört“‹ (so das Glossar zu
Siegel
u. a., s. u.; s. auch ; ).Oobd.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Wortbildungen:
überländdienst
2
überländisch
überländweise
Belegblock:
das jedwëderer in diser herrschaft Sölk süzenter oder überlendweiß ankaufter untertan, [...] in das angestölte geiaid, [...] ohne einziger widerrëd erscheinen solle.
quod iudex Herzogenburgensis habet unum agrum, sed iugerum uberlent, quod annuatim servit 2 metr, de illo blado.
omnia beneficia simul cum agris uberlent mod. frumenti debite mensure et de avena marchie 9 metr.
auf der Padstuben daselbens Sechs Schilling gelts vnd ouf vͤberlent daselbens dreŵ phunt Sechs Schilling.
drey wienner phenning ze puͤrchrecht in dem rechten, als man ander vͤberlentisch Purchrecht in dem Lande ze Oͤsterreich dient.
zwelif schilling geltes [...] auf behaustem guͤt, vnd auf vͤberlent, daz alles in den vorgenanten Hof gehoret.
gelegen zu Prunn bei Gerestorf auf behaustem gut und überlennt.
Omelein, herrn Hannsen Mülvelder witib
, verkauft [...]
frei aigen stukch, gult, güter und überlend: [...] ain hoff zu Wering [...]. darnach den gruntdienst und überlend auf behausten gütern. Soll ein iedweter zur grundbuchszeit sein hauß- und überläntdienst bei wandlstraff fleißig richten.
ob ainer den dienst nit zu rechter weil und zeit precht, als iberlent – acker – wissmat – oder ander dienst, solcher ist zu wandl 12 ₰.