überlust,
der
.
›überschwängliche Liebe, Liebeslust‹; zu (Präp.) 10, vgl.
1
3.
Wortbildungen:
überlustig
›überaus ergötzlich, schön‹ (zu
lustig
2),
überlustlich
charakterisiert die Wesensqualität Gottes (zu
über
, Präp., 10,
lüstlich
5).

Belegblock:

Welti, Pilgerf. v. Walth.
27, 33
(
omd.
,
n. 1474
):
vile vßdermaßen lustige wesen, die gar furstlich vnd kostlich sint, mit sunderlichen obirlustigen gartten gebüwit.
Matthaei, Minner. I, (Hs. ˹
wobd.
,
15. Jh.
˺):
es [hertz] pricht und klúpt sich inder prust. | das geschicht von lieb uͤber lust | und von grosser uͤberfluͤssigkait | der lieb die er zuͦ ainer frowen treit.
Schmidt, Rud. v. Biberach
46, 23
(
whalem.
,
1345
/
60
):
want daz ewig wort sich vnserm geist geselliget [...], als ein genge sinem geselle tuͦt liplich vf der strasse [...] vnd in zúht von zitlichen dingen in ladunde zvͦ dem ewigen tische siner vberlustlichen gotheit vnd lerende ewig sache, so [...].