überleiden,
V., unr. abl.
›etw. in religiös aufbauendem Leiden (wie es sich im
lassen
5, in
einsamkeit, einigkeit
2
mit got
, unter Aufgabe
aller eigenschaft
1; 2; 7 vollzieht) überwinden‹; vgl. (Präp.) 5; 6,
1
(V., unr. abl.) 2.
Texte der Sinnwelt ,Religion‘.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 9, 5.

Belegblock:

Luther, WA (
1522
):
Da nu die Magi auß der anfechtung kommen und gleych auch selb new geporn sind vor grosser freuden, sind sie nu starck und ergern sich nit mehr an Christo, sie haben den puff ubirlitten.
Quint, Eckharts Trakt. (
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Sie [tugent] enwölte niht geliten noch überliten hân leit und lîden; si wil und wölte alle zît âne underlâz lîden durch got und durch woltât.
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
1359
):
als diese lidelichkeit alle úber kumet und úber lît, denne kumet der herre des er gebeit hat, [...] und ergetzt in sines langen beitendes.
Eichler, Ruusbr. steen
591
(
els.
,
sp. 14. Jh.
):
so solten wir mit vnserme bloßen vngebildeten geist v́berliden alle ding.
Ebd.
1032
:
mit der
[= Gnade Gottes]
sv́llen wir allez vberwinden vnd alles sterben vnd vngehindert v́berliden in einikeit mit gotte.