überkämpfen,
V.
›siegen, die Oberhand behalten‹ (absolut); ›jn. kämpfend überwinden, besiegen‹; in den meisten Belegen auf das von
kämpfen
her metaphorisierte Erlösungshandeln Jesu Christi bezogen; vgl. (Präp.) 2 (ütr.), .
Belege meist nobd.; Verstexte.

Belegblock:

Mayer, Folz. Meisterl. (
nobd.
,
v. 1496
):
Der basilisc und uncke | Dieff yn des kerkers tuncke | Und abegrund, | Der uberkempft auff erdenn | Wart durch dein sun, meit lobeson.
Wer mocht doch das | Ie han besünnen pas, | Dan das den helschen Sathanas | Ein mensch
[der
sün
]
hie uberkempffen solt, | Dem er von anfang was gehas?
Sachs (
Nürnb.
1551
):
Herr, dein augen der barmhertzigkeit | Wendt zu uns in dieser trübsal zeit, | Das uns der feindt nit uber-kempff.
Ebd. (
1559
):
Was in Gott schickt, sie auff sich nemen, | Des creutz sich nit fliehen noch schemen, | Weil dardurch fleisch und blut wird dempft | Und der gut geist mit uber-kempfft.
Bartsch, Reinfrid (
halem.
, Hs.
14. Jh.
):
wird ich überkenpfet, | daz ist ein sache diu mir buoz | êren tuot, wan ich muoz | iemer mê in schanden ligen.