überkleid,
das
;
–/-er
.
›Überwurf, über einer Unterlage getragenes Kleidungsstück‹; auch: ›eine Art von Kriegsmantel, der im alten Rom über dem Harnisch getragen wurde‹; vgl. (Präp.) 1; 2, 2.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1,
2
1, , , , .
Wortbildungen:
überkleiden
›etw. überkleiden, überdecken‹; ütr.: ›jn. mit einem schützenden Dach überdecken‹ (dazu ggs.: ).

Belegblock:

Luther, WA (
1536
):
Die arme kotz macht ledig und uberkleid nubibus gratiae.
Ders. Hl. Schrifft.
2. Kor. 5, 2
(
Wittenb.
1545
):
ein Haus [...] das ewig ist im Himel. Vnd vber demselbigen sehnen wir uns auch / nach vnser Behausung / die vom Himel ist / Vnd vns verlanget / das wir da mit vberkleidet werden
[
Mentel
1466:
vber zuͦuassen
; Var. 1475
2
–1518:
v́berangeleget
;
Dietenberger
1534 /
Eck
1537:
angezogen
]
[...] wir wolten lieber nicht entkleidet / sondern vberkleidet werden.
Chron. Köln (
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
Doit vre ouercleider ane! | Vch en maich gein arch hie geschein.
Maaler (
Zürich
1561
):
Vberkleiden. Superuolare.
Vberkleydt / so man vber andere anzeucht. [...]. Vberkleydt vber denn Harnisch.