überhelfen,
V., unr. abl.
›jm. aus einer Notsituation, z. B. einer finanziellen Klemme, heraushelfen, über etw. hinweghelfen‹; auch: ›etw. (zur Entlastung der anderen) verschweigen, vertuschen‹; die Belege setzen mehrfach eine gewisse Selbstverschuldung für die Notsituation und ein Eigeninteresse des Helfenden voraus; vgl. (Präp.) 5; 7, 1; 5; 7.
Syntagmen:
j. etw. ü.
; j. jm. ü
. (z. B. von freundschaft / gabe / miete
), j. jm. e. S
. (Gen.obj., z. B. des
) ü., einer dem anderen ü
. ›sich wechselseitig decken‹.Belegblock:
Das du keiner sachen noch person zu lieb nachgebest oder vberhelffest [...]. Als wenn einer seiner eigen sachen [...] oder einer Person vberhelffen wil / wider das Recht.
weil burggraff, cantzler und Ganß einander zu allem fugen und in allen unbilichen einer dem anden uberhilfft, so wirts also unterdrugkt.
ob ainer die ordnung und artickel, ain oder mer, überfuͤr und im ain andrer überhülfe und darob betretten wurde, so soll [...].
Wenn ein reicher nicht recht gethan hat / so sind vil die jhm vberhelffen.
und sollen die [...] all schweren, ainem jeden, dem armen als dem reichen, ain gleichs und rechts recht zu sprechen und niemant dar innen uberhelfen weder von muet, gab, freuntschaft, neid noch hasz wegen.
wer daß überfarn wurt, der ist [...] der herrschaft vervalen und di schaden zu bueßen sambt dem der es [...] nit anzaigt und überhelfen wolt.