überhaufen,
V.
1.
›in übergroßer Anzahl, Überfülle, Übermaß vorhanden sein‹ (von Personen, Geschicken, Sachen gesagt); vgl. (Präp.) 10, (V.) 1.Wortbildungen:
überhauf
mit überhauf
›in äußerster Eile, ungeordnet zusammengedrängt‹), überhäufung
Belegblock:
wan nunmehr zur gewisheit meines ungluͤks | und uͤberhaͤuffung meines jammers alles da ist / was sol ich machen?
Myt oeuerhouff zom lesten | Moysten dye Nuysser goyt | Dayr treden in yr vesten.
Jamer das hette si umbestalt | Und alles úberhufet hie | Mit laides smerczen der ir ergie.
2.
›jn. umstoßen, umwerfen, (vom Pferd) werfen; etw. (z. B. einen Weinberg) verwüsten‹; vgl. (Präp.) 3.Belegblock:
Ein schwein her aus dem wald gelauffen, | Wirfft deinen weinberg vberhauffen.
Als nun Galaor seinen Vetter sŏ gar vberhauffen geworffen sahe, war er fürnemmens jhne zurechen.
du Jordan, warumb stoßt ihn nit überhaufen, nun bistu doch [...] ein großer fluß?